31. Internationaler Jiu Jitsu Lehrgang in Otterbach

Am Wochenende vom 09. bis 10. März 2024 fand in Otterbach der alljährliche internationale Jiu Jitsu Lehrgang statt. Das hoch graduierte Trainer-Team bestehend aus:

durfte über 200 Teilnehmende auf der Matte begrüßen.

Auch das Zanshin DOJO Erftstadt war mit einer Delegation vertreten. Für mich war es das erste Mal, dass ich bei diesem Lehrgang dabei war. Ich möchte hier einen kurzen, persönlichen Erfahrungsbericht zum Lehrgang geben und meine Eindrücke schildern.

Nach gemeinsamem Angrüßen und Aufwärmen wurden die Teilnehmenden nach Gürtelgraden aufgeteilt. Die Trainer wechselten im Laufe des Lehrgangs dann von einer Gruppe zur nächsten mit kurzen Pausen zwischen den Trainingseinheiten.

Für die Gruppe der Braun- und Schwarzgurte begann der Lehrgang mit Günter Painter als Dozent. Der dynamische Herr aus Österreich legte besonderen Fokus auf Hebeltechniken, insbesondere auf Handgelenkshebel. Dabei verwies er auf zwei grundlegende Ansätze: Das "Vielseitigkeitsprinzip" und das "Vielfältigkeitsprinzip". Beim Vielseitigkeitsprinzip geht es darum eine Technik möglichst vielseitig, also gegen verschiedene Angriffe einzusetzen. Wohingegen beim Vielfältigkeitsprinzip der Angriff der gleiche ist und möglichst viele verschiedene Techniken gegen diesen Angriff angewendet werden sollen.

Der nächste Dozent war Harald Westrich. Er unterrichtete Abwehrtechniken gegen Handgelenksangriffe. Hier konnte ich durchaus einige neue Ansätze mitnehmen, die ich im weiteren Training einfließen lassen kann. Hier zeigt sich wieder mal: man lernt nie aus. Handgelenksangriffe gehören seit der Gelbgurt-Prüfung zum Programm und dennoch gibt es immer noch neue Ansätze und Techniken zu lernen, die das eigene Portfolio oder den "Werkzeugkasten" erweitern.

Als nächstes durften die Braun- und Schwarzgurte Alain Sailly aus Frankreich auf der Matte begrüßen. Ich kenne seinen Stil schon seit einem Seminar in Belgien dennoch bin ich immer wieder begeistert von den runden, fließenden und eleganten Bewegungsabläufen die er unterrichtet. Auch wenn einzelne Elemente durchaus auch in kurzen Selbstverteidigungs-Techniken anwendbar sind geht es hier eher um Körperbeherrschung und Bewegungsverständnis. Ein besonderes Ereignis: zwei seiner Schüler haben über den Lehrgang die Techniken demonstriert die Alain erklärt hat. Einer von beiden Orangegurt. Er zeigte die Techniken sauber und fehlerfrei. Als besondere Ehrung für seinen Einsatz verlieh Alain Sailly ihm zum Ende des Abschnittes vor versammelter Gruppe den grünen Gürtel.

Den Abschluss des Samstages für uns machte Josef Djakovic. Ihm war es vor allem Wichtig zu vermitteln, dass Techniken sowohl schön und elegant, als auch kurz und prägnant sein können. Also wählte er einige klassische Angriffe aus und zeigte zuerst eine Abwehrtechnik die kurz und knapp für die Selbstverteidigung gedacht war. Diese übten wir erst mit unserem Partner und dann mit einem ganz anderen Uke. Danach gab es dann zum selben Angriff eine komplexere, schickere Technik „fürs Herz“. Hier erkennt man das Yin und Yang Prinzip, zwei Aspekte, das kurze realistische und schöne elegante. Beide gehören zusammen, im schönen eleganten darf das realistische nicht fehlen aber das realistische sollte auch das elegante nicht ganz verlieren.

Damit war der erste Tag um. Sportliche 5 Stunden nach denen man durchaus merkt, was man gemacht hat. Viel Input, viele Techniken die man zu behalten versucht. Der Lehrgang war interessant, abwechslungsreich und bot viele neue Eindrücke und Ansätze. Für mich persönlich war es eine spannende neue Erfahrung und ich kann einen Besuch dieses Lehrgangs jedem Jiuka ans Herz legen.

Danke an das Trainer-Team und an das Zen-Bogyo-Do e.V. Otterbach die diese tolle Veranstaltung ermöglicht haben.

Hier geht es zum Bericht auf der Homepage des Zen-Bogyo-Do e.V. Otterbach

Teilnehmer vom Zanshin DOJO Erftstadt in Otterbach 2024

Text: Lukas Porwol
Bild: Tobias Ervens